
Clownin Maroni
Mein Werdegang zum Clinic – Clown
...Nachdem ich ein Vierteljahrhundert lang durchs Leben gestolpert war, landete ich 1982 in einer Vollzeitausbildung im „tanzenden Theater“ von Roni Segal in Bern, wo ich lernte,
Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.
Die Schule war nach dem Grundsatz „durch den Körper sprechen und heilen“ aufgebaut.
Schon bald erkannte ich, dass aus mir wohl keine „Ballerina“, sondern wohl eher
„nur“ eine „Clownstänzerin“ werden würde...
Meine „naive“ und kindliche Anschauung des Lebens und meine manchmal etwas tollpatschige Ausdrucksform zeigten mir, dass ich meine Mitmenschen wohl eher mit Komik als mit Pirouetten begeistern konnte.
So besuchte ich, kurz nach meiner Abschlussprüfung für Choreographie, Tanz und Bewegungspädagogik (1986), einen Clownsworkshop bei Juan Lopez (einem spanischen Clown, der damals in Bern gastierte).
Diese Clownerie begeisterte mich sehr und der erste Schritt zur Entdeckung meines inneren Clowns war getan.
Mit mehreren Kindergruppen arbeitete ich am Thema „Clownszirkus“, wo die jungen Clowns in mimisch-komischer Darstellung alle Rollen im Zirkus übernahmen (Orchester, Raubtiere, Dompteur, Akrobaten, Zirkusdirektor, Nummerngirl und natürlich die Clowns selbst). Nach einigen Proben gab es dann jeweils die Vorstellung
vor Eltern, Geschwistern und Freunden.
Auch bei meiner Arbeit in der Grundschule und bei meinen Tätigkeiten als Erzieherin und Sozialpädagogin, gab es hin und wieder spontane Stegreiftheater mit den Kindern.
Bei jeder Tanzchoreographie, welche ich auf die Bühne brachte, musste
ein „clowneskes Solo“ mit dabei sein...
So begleitete mich der Clown durch all die Jahre, „lugte“ ab und zu hervor und produzierte sich in kleinen Clownstheater –Stücken.
Die lustigsten Sequenzen erlebte ich zuhause mit meinem heranwachsenden Sohn, welcher für lustige Einlagen immer zu haben war und sich mit Mimik, Gestik, erfundener Sprache und komischen Lauten gerne vom „Ernst des Lebens“ ablenken ließ.
Bei der VHS in Eutin bot ich
einen Eltern-Kind-Clownskurs und einen Kinder-Clownkurs an (1995-1997).
Mit der Soloeinlage „das närrische Herz“ in meiner Choreographie
„Leben ein Experiment“,
welche wir (vier Mütter) nach einjähriger Probearbeit 1997 in Eutin und in Neustadt
auf die Bühne brachten, erwachte mein „Clown mit Herz“.
Vor zweieinhalb Jahren dann entwarfen wir (eine befreundete Clownin und ich) das Clownstheaterstück
„Oh du mein Herz“ , welches wir beim ev. Frauenwerk in Kiel zum Auftakt einer Vortragsreihe über das Thema „Krankheit, Heilung, Lebenslust“ aufführten. Dieses Stück spielten wir danach noch zwei Mal, für eine Hospizvereinigung in Kiel und für eine psychologische Gemeinschaftspraxis in Lübeck.
Auf den Impuls dieser Clownsfreundin, welche vor einigen Jahren bei Patch Adams,
dem amerikanischen Clinic –Clown –Pionier, ein Seminar besucht hatte, führten meine Schritte dann zur Idee,
Clinic – Clown zu werden...
Dabei machte mein Herz einen spürbaren Sprung und ich spürte und wusste:
“Das ist meine Berufung, das passt zu mir“...
Dazu ist zu sagen, dass die Thematik Leben und Sterben, Krankheit und Heilung mich schon seit meiner frühen Kindheit beschäftigte. (mein Vater starb, als ich 2 Jahre alt war und als ehemalige Morbus – Crohn - Patientin mit operiertem Dickdarm, hatte ich selbst schon einige Krankenhaus - Erfahrung und war damit konfrontiert,
nach geeigneten Heilungshilfen zu suchen. Ich kann sagen, dass der Humor und meine kreative Arbeit eine Menge dazu beigetragen haben, dass es mir so gut geht heute und ich gesund geworden bin...
Es folgte noch ein intensiver dreitägiger Workshop beim Clown Cord Striemer, den wir,
einige Clownsfrauen aus Kiel und Umgebung, gemeinsam engagiert hatten,
um unsere Clownspersönlichkeit weiter zu entfalten.
Mit einer dieser Clownsfrauen hatte ich dann auch noch einen Auftritt in einem Altenheim,
wo wir bei einem Sommerfest als Clowninnen „Rosalia Amalia Plumps“ und „Henriette Babette Plopp“
auftraten und die alten Leute unterhielten.
Im Frühling 2002 stieß ich im Kieler Express auf einen Artikel über Clownin „Ypsilon“, welche als Clinic - Clown im städtischen Krankenhaus in Kiel ihre Clowns-Visiten macht. Ich setzte mich mit ihr in Verbindung und sie empfahl mir die Clownsschule TUT in Hannover, welche eine Clinic- Clown –Fortbildung anbietet.
Sogleich meldete ich mich dort an und begann im November 02 meine Clinic-Clown- Fortbildung.
Es war eine wunderbare Sache, mit den anderen Clowns der Fortbildungsgruppe zu arbeiten und wir hatten viel Spaß miteinander beim Erlernen der Fertigkeiten zum
Clinic –Clown... Am 1. Juni 2003 beendeten wir unsere Fortbildung mit einem Besuch auf den Stationen der Kinderklinik in Hannover, wo wir unsere Ausbilder, die dort tätigen Clinic –Clowns, auf ihrer Clownsvisite auf den Stationen begleiteten. Wir rundeten unseren Besuch dort mit einer gemeinsamen Werkschau für die kleinen Patienten und ihre Familien und Betreuer ab..

Die Clinic –Clowns auf Besuch in der Kinderklinik in Hannover
Bei Clinic- Clownin „Ypsilon“ im städtischen Krankenhaus in Kiel hospitierte ich Ende Mai 2003 und
begleitete die Clownin durch die Krankenzimmer der Kinder.
Im März 2004 begleitete ich meinen Clownskollegen Maxi durch die Stationen der Kinderklinik in Lübeck
und am 1. April 2004 (das ist kein Scherz !) startete ich meine Clownsvisiten auf der Kinderstation
der Ostholstein – Kliniken in Eutin, wo ich 1x wöchentlich als Clinic –Clown wirke.
Durch ein privates Sponsoring hatte ich dann auch die Möglichkeit, vierzehntägig die Kinder im Epilepsie –Zentrum in Raisdorf bei Kiel mit meinen Clownereien zum Lachen zu bringen.
Immer wieder mal kommen Anfragen von Kindergärten, Altenheimen und Privatpersonen, welche mich um einen Auftritt oder Clownsbesuch bitten...
Im Juli 2005 verlasse ich die Holsteinische Schweiz und ziehe
in mein Heimatland Schweiz zurück.
Auch dort möchte ich als Clinic-Clown wieder meinen Hauptzauber vollbringen,
nämlich „ein Lachen aufs Gesicht und Freude ins Herz“ zu zaubern
Hier bin ich: Clownin „Maroni“ ist bereit für neue Einsätze !
